Sunny

Manchmal fotografiere ich auch Menschen. Hier paar Bilder vom Shooting mit der Sunny.

Amsterdam

Hier ein paar Impressionen aus Amsterdam.

Charm der Analogen Welt

 

Für einige ein alter Hut, für mich und andere Neuland: Die Farbentwicklung mit C-41. Wer das „Vorblablab“ nicht lesen will, springt zum „Waschzettel“ 

Nachdem ich erst vor kurzem in die analoge Welt mit einer Canon new F1 und dem Agfa APX 100 eingestiegen bin, war der nächste Film ein Fuji Superia 100 KB Film. Mittlerweile gehört auch eine Mamiya 645 1000S mit dem Fuji Superia Xtra 400 dazu. Beides Filme welche nach C-41 zu entwickeln sind.

Der Fuji Superia war nun fertig belichtet, jetzt wollte ich die Ergebnisse sehen. Einen S/W Film habe ich schon bisher entwickelt. Es heißt ja auch „S/W ist einfach zu entwickeln, Farbfilm ist viel schwieriger!“ - Nur Entwickeln lassen, Scannen & Ausbelichten selber -. Mit der Erfahrung eines Hobbyteilhabers ging es nach der letzte Aufnahme, direkt zu einem von ihm schon öfters aufgesuchtem örtlichen Fotolabor am Samstag.  Wäre ich eine Stunde eher da gewesen, würde ich jetzt wohl einen anderen Blogpost schreiben ;-). Er hatte natürlich zu.

Gefrustet ging es nach Hause. Das Internet wurde wieder auf gen Kopf gestellt, ich spielte mit den Gedanken den Film noch zu einer nahe gelegenen Drogeriekette zu bringen. War aber zu faul noch mal loszugehen. Es also blieb noch der Sonntag für eine intensive Internetrecherche.  So bin ich im APHOG Forum auf einen Beitrag gestoßen, der beschreibt, dass Farbfilmentwicklung gar nicht so kompliziert sein muss/kann.  Die Tipps waren so praxisgenau beschrieben, dass ich mich mit dem neu erlangten Wissen wie ein alter Hase fühlte ;-)

Entscheidung war gefallen, Hobbyteilhaber war auch schnell überzeugt - ES WIRD SELBST ENTWICKELT (stand eh schon auf der To-Do Liste).

Die Entscheidung ist für das Rollei Digibase Ready to Use Kit gefallen. Ein Onlinehändler wurde auch recht schnell gefunden. Es gibt immerhin nur zwei. Paar Tage später hielt ich das Paket in den Händen.

Wieso genau das, und nicht das oft bewährte Tetenal? Aus drei Gründen:

  1. Fertig angesetzt, man muss nichts mehr dosieren/mischen
  2. Nach dem öffnen, bis zu 12 Monate haltbar
  3. Entwicklungen möglich bei  20°/25°/30°(bestes Ergebnis laut Bericht)/37,8°/45°

Es gäbe auch Konzentrate für die, die selbst ansetzen wollen.

Das Digibase C41 ready to use Kit kommt in 3 Softpacks (ähnlich wie die Caprisonne-Getränke, nur größer) bestehend aus:

  • Developer á 385ml
  • Bleicher á 385ml
  • Fixierer á 385ml

Insgesamt können 10/12 KB ASA 400/100 Bilder entwickelt werden (der Developer, BL und FX geht wohl länger). Kostenpunkt pro Film ca. 1,8€ + Wasserrechnung. Wer ein 1L bzw 5L Konzentrat kauft, kommt sogar noch günstiger. Da wir auch noch zwei MF Filme hatten (ein Kodak Porta und ein Fuji Superia Xtra 400), reicht leider ein Kit nicht aus, so bestellt ich zwei.

Ich sag mal so, wer schon mal nach Rezept gekocht hat (also nicht einfach nur eine fertig Pizza in den Ofen schieben), der kann auch ein Farbfilm entwickeln.

So nun zum Waschzettel:

Vorbereitung ist das A und O.  Stellt euch alles fertig zusammen, während der Entwicklung müsst ihr euch voll und ganz auf die Entwicklung konzentrieren und habt kaum Zeit etwas neben her zu machen. Wenn es geht macht es nicht alleine. Ach ja der ganze Prozess kann natürlich im hellen erfolgen. Nur der Film muss im Dunkeln in die lichtdichte Dose eingespult werden.

Dauer:

Variabel, bei 30° ca 25 Minuten pro Film + 1-3 Stunden trocknen. Bei niedrigeren Temperaturen länger, bei höheren kürzer.

Zutaten:

  • Ein Eimer oder Wanne 
  • 5-10L Wasser (es wird destilliertes Wasser empfohlen, wir  haben durchgehend gutes kalkhaltiges Münchner Leitungswasser verwendet)
  • Digibase Ready two Use Kit
  • Mensur (500ml oder 250ml)
  • Trichter am besten drei
  • Klammern
  • Tank/Dose zum entwickeln
  • 3 leere saubere Flaschen (manche kaufen sich dazu vorher 3 Bier, man kann die vor dem Entwickeln leeren, vorausgesetzt man kann im Anschluss noch entwickeln)
  • Thermometer mit einer Skala von 10° - 50°, üblich ist glaub ich -10° bis +50°

Nicht zwingend Notwendig aber empfehlenswert

  • 4 Flaschen mit Verschluss anstatt Bierflaschen, es fällt schnell was um...
  • Filmabzieher
  • Aquariumheizung
  • Einweghandschuhe 

Kosten:

Wenn ihr nur den fertig belichteten Film besitzt, müsst ihr grob 50€ für die Entwicklungseinrichtung und ca 20€ für die Chemie ausgeben. Es werden im Moment sehr viele DuKas aussortiert. Einfach öfters mal bei den gängigen Anzeigendiensten reinschauen.

Vorbereitung: 

Falls das Kit kühl gelagert wurde, ca. 1-2 Stunden bevor ihr entwickelt, ins Zimmer stellen, damit es sich akklimatisieren kann.

Als nächstes die drei Flaschen beschriften:

  • Dev oder E für den Entwickler
  • BL für den Bleicher
  • FIX für den

Alles nochmal reinigen! 

Je nachdem was ihr entwickeln wollt, füllt ihr euch die Einheiten ab. Dazu schaut ihr auf euren Tank. Beim Jobo 1520 wird z.B. für ein MF Film 485ml angegeben, für einen KB Film 250ml. Also Mensur raus, Flüssigkeiten einzeln abmessen, und in die jeweils vorhergesehene Flasche einfüllen.  Den Rest lasst ihr im Softpack. Wascht die Mensur und (falls nur einer vorhanden) den Trichter nach jedem Vorgang gründlich mit Wasser aus!!!

Ihr könnt euch noch ein Stoppbad ( Wasser und 2% Essig) ansetzen. Menge abhängig von eurem Tank, Für 1L braucht ihr 40ml 25% Essig und 960ml Wasser. Achtet darauf, dass das Essig keine Gewürze oder sonstiges intus hat. und in die 4. Flasche füllen. 

Der ganze C-41 Prozess kann bei 20°/25°/30°/37,8°/45° durchgeführt werden. Dabei bezieht sich die Angabe auf die Wärme der Flüssigkeit. 30° sollen laut Erfahrungen zu besten Ergebnissen führen.

Wasser auf 5-10° über eurer Entwicklungstemperatur erwärmen, dann in die Schüssel/Eimer rein, zusätzlich die drei (oder vier) Flaschen mit Dev/E, BL, Fix optional Stoppbad reinstellen. Thermometer rein. Ohne Aqariumheizung habt ihr nun 10-20 Minuten zeit, bis die Flüssigkeiten sich auf 30° erwärmt haben, bzw das Wasser auf 30° runtergekühlt ist. In dieser Zeit, könnt ihr in den (trockenen) Tank den Film einspulen.

Wenn das Thermometer 30° anzeigt, geht es los. Für die nächsten ca. 20 Minuten seid ihr mit der Entwicklung beschäftigt! Keine Pausen, nichts!!!

1. Vorwässern

Tank mit Spule und eingelegtem Film, werden ca 2-3 Minuten vorgewässert, mit temperierten Wasser. Alle 30s einmal kippen. Soll den Temperatursturz vermeiden.

2. Entwicklung

Entwickler komplett in den Tank rein, 8 Minuten, erste 15 Sekunden dauernd dann alle 30s 1x kippen. Ausgießen in die Dev/E Flasche!  Trichter reinigen nicht vergessen!

3. Zwischenwässerung

Wasser 30° rein (oder das Stoppbad), 3 Minuten, alle 30s 1x kippen. Wir haben nach 3 Kippenintervalen, mit frischen Wasser noch mal aufgefüllt.  Das Wasser entsorgen (Ausguss, oder in den leeren 5L Wasserkanister)

 4. Bleicher

Bleicher komplett rein 3 Minuten alle 30s 1x kippen.  Ausgießen in die BL Flasche! Trichter reinigen nicht vergessen

5. Zwischenwässerung

Wasser 30° rein, 3 Minuten alle 30s 1x kippen. Wir haben wieder nach 3 Kippenintervalen mit frischen Wasser noch mal aufgefüllt

6. Fixierer

Fixierer 30° komplett rein, 5 Minuten, erste 15s durchgehend, dann alle 30s 1x kippen. Ausgießen in die FIX Flasche! Trichter reinigen nicht vergessen!

7. Schlusswässerung

Jetzt könnt ihr die Dose aufmachen. Man kann mit einem STAB schlusswässern, wir haben ca 8 Minuten lang mit fließend Wasser (kein temperiertes mehr) gewässert, mehrmals die Filmspule vertikal im Tank bewegt und mehrere Male das Wasser ausgetauscht.

8. Trocknung

Mit einem Abzieher den Film abziehen (optional), dann ca 3 Stunden trocknen. Münchner Wasser ist sehr kalkhaltig, bei meinem ersten S/W Film sah man nach der Trocknung deutliche Kalkflecken. Bei der Entwicklung sah ich keine bzw. nur vereinzelt paar wenige Wasserflecken.

Während nun der Film trocknet. Aufräumen! Dabei den Inhalt der jeweiligen Flasche wieder in das jeweilige Softpack zum Rest füllen. Das bewirkt, dass sich der Ansatz nochmal regenerieren kann. Bevor ihr den Deckel wieder zudreht, das Softpack gefühlvoll drücken, damit die Flüssigkeit bündig mit dem Verschluss ist. So presst ihr die Luft raus, und verhindert die Oxidation, was das Ganze länger haltbar macht. 

Grundsätzlich könnt auch die Anleitung für das Konzentrat verwenden. Dort gibt es auch Angaben für die Kapazität der Entwicklungen nach entsprechender Lagerdauer.

Noch paar Schlussworte zur Temperatur

Schwieriges Thema, wir hatten insg. 4 Thermometer. 2 Alkohol, 1 Quecksilber, 1 Digitales. Eins von den Alkohol Thermometern hatte eine Differenz von -5°, das andere von -0,5° und das digitale +1,5° ausgehend vom Quecksilberthermometer als Basis. Falls jemand einen Tipp hat, wäre ich dankbar. Ausgehend davon, dass in Summe die Thermometer gestimmt haben, erscheinen 30° Wasser an der Haut sehr viel kälter, als 30° Luft an der Haut. Es ist definitiv nicht mehr lauwarm! Zum Eiskalt (Leitungswasser komplett kalt) ist es zwar auch noch ein Sprung, aber ich habe mir 30° Wasser wärmer vorgestellt.

Durch die Aqariumheizung (gestellt auf 34°) wurde die Temperatur konstant (Quecksilber 29,5°, Digital 31°) über 5 Stunden gehalten.

C-41 ist wirklich kein Hexenwerk, und wer schon einmal ein S/W Film erfolgreich entwickelt hat, sollte keine Probleme mit C-41 haben.

Zürich

Ich durfte letztes Jahr aus beruflichen Gründen ein bisschen Zeit in Zürich verbringen. Natürlich habe ich die Möglichkeit genutzt und bin mit meiner Kamera bewaffnet bisschen durch die Stadt gezogen. Die Altstadt ist durchsät mit vollen kleinen engen Gassen in den man sich sehr schnell verliert. Das Stadtbild setzt sich aus einem tollen Kontrast aus historischen Gebäuden und moderner Architektur und im Hintergrund eine herrliche Berglandschaft. Hier ein paar Impressionen.

Charme der analogen Welt, in digitalisierter Form

Erst vor kurzem wurde ich auf den Geschmack der analogen Fotografie gebracht. Kurze Zeit später war die Wohnung meiner Eltern auf den Kopf gestellt, und ich wieder im Besitz einer Konica Autoreflex TC mit einem Konica Hexanon AR 50/1,7 Objektiv, die Kamera welche ich “unbewusst” in meiner Kindheit benutzt habe.

Auf dem Heimweg noch schnell rein in einen Drogerieladen und schon war die alte Konica mit einem Agfa APX 100 S/W Film geladen und schießbereit. Es ging dann auf Motivsuche ins Inntal übers Wochenende. Nachdem der erste Film endlich voll und entwickelt war, kamen dann mehrere Erkenntnisse:

P1260022

  • Die Motive springen nicht von selbst vor die Linse, auch nicht wenn man mit einer analogen Kamera unterwegs ist
  • Man wird noch öfters angesprochen, als mit einer DSLR mit einem weißen Canonenrohr
  • Vor jeder Auslösung denkt man sich “Wirklich, lohnt sich das?”
  • Viel mehr Bilder haben weniger den Schnappschusscharakter
  • Ständig ist man im Konflikt, auf der einen Seite will man die Bilder sofort sehen also den Film vollbekommen und entwickeln, auf der anderen Seite möchte man den Film nicht für Schnappschüsse verschwenden. Ich sags euch, mit diesem Konflikt kann es sehr lange dauern einen Film mit 36 Bildern vollzubekommen

Mittlerweile hat sich meine analoge Ausrüstung vergrößert. Neben einer Canon new F1 kamen auch entsprechende Canon FD Linsen hinzu. Schöner Nebeneffekt, die Linsen kann ich auch dank Adapter an meiner Olympus OM-D EM5 nutzen.

Da man die Bilder dann doch auch noch irgendwie nicht nur in der analogen Rohform vorhalten will, musste ein Analog Digital Wandler her. Die anfänglichen Versuche bestanden aus einem Aufbau mit iPad, Stativ und Olympus OM-D EM5 mit der Macrofunktion der Kitlinse.P1260023

Mit viel Geduld sind die Ergebnisse für Präsentationen im Web ausreichend, und ich könnte mir sogar vorstellen das kleine Ausbelichtungen mit den Ergebnissen möglich sind. Das Gefummel ist aber enorm bis ein vernünftiges Bild digitalisiert wurde.

So gesellte sich ein Reflecta ProScan 7200 Scanner zu meiner Ausrüstung, welchen ich mehr oder weniger durch einen dummen Zufall sehr günstig erstanden habe. Wer hin und wieder mal einen Film, oder ein paar Dias digitalisieren will, dem kann ich dieses Gerät nur empfehlen. Die Ergebnisse können sich definitiv sehen lassen. Der Scanner ist kompakt und relativ schnell und die Staubentfernung funktioniert gut. Als Ergebnis erzeugt er knapp 16MPixel große Bilder, dank ca. echter 3200DPI. Ein guter Test dazu kann der Filmscanner Website entnommen werden. Einzig die mitgelieferte Software ist, naja… sagen wir es mal “ausbaufähig”. Wer seine Diasammlung damit digitalisieren will, sollte ein Gerät mit automatischem Einzug nehmen, oder sehr viel Zeit bei der Nutzung des ProScan 7200 mitbringen, da hier der Filmhalter per Hand nach jedem gescannten Bild verschoben werden muss. Ein Bild in voller Auflösung und mit 16bit zu scannen, dauert ca. 2 Minuten, dabei erzeugt der Scanner ca. 100MB große Tif-Dateien (bei S/W Negativen).

Anbei die Ergebnisse meines ersten Filmes. Da der Film nicht in einem Fotolabor, sondern selbst entwickelt wurde, sind leider paar Wasserflecken darauf. Leider bin ich bis heute noch nicht dazu gekommen, ihm ein Wasserbad zu gönnen und nochmal zu trocknen. Gerne würde ich noch mehr zeigen, aber ich bin gerade erst bei Bild 10 bei meinem zweiten Film bzw. ersten in der Canon F1… :-(

 

Californien 2013

Eine kleine Auswahl an Impressionen aus meinem Urlaub 2013 in Kalifornien.

Zugspitze

Habe gerade in meiner Fotosammlung ein bisschen rumgestöbert, und paar Bilder von meinem Ausflug Ende 2009 zur Zugspitze gefunden. Wollte ich euch nicht vorenthalten.

Der Blog füllt sich mit immer mehr Bildern, aber mir fehlt noch was essentielles... -> ein Logo :-). Jemand eine Idee? Soll ich der Ein­fach­heits­hal­ber eine Kamera nehmen, oder so eine Blendenöffung, wie so viele andere Blogs, oder so lassen wie es ist, oder oder oder...?

Neues Jahr, Neues Outfit

 

Recht unwahrscheinlich, dass sich jemand schon hierhin verirrt hat. Falls doch, die Seite ist gerade noch mitten im Aufbau. Ich hoffe, dass ich noch lange Zeit und Muse haben werde diese Seite aktuell zu halten ;-) 

Ansonsten schon mal viel Spaß beim umschauen